Ende der 60er Jahre, von einem mehrjährigen Auslandaufenthalt zurückgekehrt, begann sich Josef Wiesli damit zu beschäftigen, wie man Geld effizient anlegen kann. Schnell rückte da die Börse in den Vordergrund. Sie zeigt sich mit ihren extremen Bewegungen und Uebertreibungen, wie viel Geld in kurzer Zeit verdient, aber auch verloren gehen kann.

Was bewegt die Börse?  Wie erkennt man frühzeitig die Wendepunkte? Das galt es zu ergründen. Schnell war klar, es muss eine Strategie geben, die sich frei vom Herdentrieb und Massenhisterie, oder Euphorie treiben lässt. Das ist die technische Analyse.

Noch in den 60er Jahren gehörte es zu den Grundregeln der Aktienanlage, dass jeder Kursrückschlag von 20% für Zukäufe benutzt werden soll. Eine Regel mit fatalen Folgen, wie der Crash 1969 zeigte. Beliebte Aktien wie Chrysler und Litton waren damals von über $ 100 auf unter $ 1 gefallen. In wenigen Monaten wanderten diese Aktien aus den amerikanischen in die Schweizer Depots, die eben immer zugekauft hatten. Längst wurde die technische Analyse in den USA angewendet, als etwa Chartanalyse von den Banken in der Schweiz noch belächelt wurde. Chrysler und Litton wären schon über $ 90 durch die Stoploss-Marken gefallen und nicht mehr in den Depots geblieben.

Nach den Grundregeln der technischen Analyse eine Strategie zu entwickeln, hat sich Josef Wiesli zur Aufgabe gemacht und im Jahre 1971 den DER BÖRSENKURIER (Download Börsenkurier 1971) ins Leben gerufen. Mit dem Erfolg der Strategie und mit ihr gegebenen Empfehlungen wuchs schnell ein grosser Abonnentenkreis heran.

So wichtig wie die technischen Signale ist auch zu erkennen, wohin die Geldströme fliessen. Sind Aktien bevorzugt? Oder fliesst das Geld ab in den Immobilienbereich, ins Gold, in Obligationen? Sind die Märkte überhitzt, oder überverkauft? Ende der Siebzigerjahre gelang es dem Autor Indikatoren für die Schweiz und USA zusammenzustellen, die die Antworten zu diesen Fragen über Grafiken deutlich aufzeigen. Dadurch konnte die Treffsicherheit auf ca. 75% erhöht werden.

Nach 35 Jahren Börsenkurier war es Zeit an die Nachfolge zu denken. Keine leichte Aufgabe, denn um an der Börse mit der Nase vorn zu bleiben, braucht es harte Arbeit und ein Gespür für jede Veränderung. Der geeignete Nachfolger wurde 2006 mit Michel Koller gefunden. Nach längerer Mitarbeit hat er das wöchentliche Bulletin Der Börsenkurier übernommen.

Ende der 80er Jahre kam an den Börsen das Optionsgeschäft in Gang. Das ideale Geschäft für den kurzfristigen Trader. Für diesen genügte das wöchentliche Bulletin nicht mehr. Er verlangte eine tägliche Information. Im Jahre 1992 wurde dazu das Tagesbulletin BK-Tele (später BK-täglich genannt) geschaffen. Abrufbar mit Gebühr über Telefon, oder per Mail oder Fax zugestellt. Redaktion und Vertrieb des Tagesbulletins werden weiter von Josef Wiesli betrieben.